Über die Kunst sich tot zu stellen

Ein Projekt über das Sterben auf der Bühne
 

mit Nils Arztmann
  Enzo Brumm
  Felix Oitzinger
  Lukas Samuel
  Tilman Tuppy
  Pia Zimmermann
   
Regie Ulrike Arnold
Bühnenbild
und Kostüme

Larissa Kramarek
Dramaturgie Ulrike Syha
Licht Gerhard Fischer
Sounddesign David Lipp
Regieassistenz Noah L. Perktold
Ausstattungsassistenz  Nina Samadi
Inspizienz Olivia Scheucher


Termine
Mo 2. März 2020 | Premiere
Di 3. | Mi 4. | Fr 6. März 2020
Beginn: jew. 19.30 Uhr

Aufführungsort
Alte Studiobühne im Max Reinhardt Seminar
Penzinger Straße 9 | 1140 Wien

Karten
Bestellung per E-Mail
oder Tel: 01 - 711 55 - 2802
Eintritt: freie Spende
 

 

Mit Texten von Georg Büchner, Alexandre Dumas, William Shakespeare, Friedrich Schiller, Frank Wedekind und zeitgenössischen AutorInnen. 

Einst aß Orlov zu viel Erbsenbrei und starb. Und als Krylov davon erfuhr, starb er auch. Und Spiridonov starb von ganz allein. Und Spiridonovs Frau fiel von der Kommode und starb ebenfalls. (...) Lauter gute Menschen, und können keinen kühlen Kopf bewahren.
Daniil Charms


Man könnte das Theater für ein Schlachthaus halten. Es wird viel gestorben auf den Bühnen dieser Welt. Und mit großer Selbstverständlichkeit. In der Gesellschaft wiederum nehmen wir den Tod heutzutage fast nur als Leerstelle wahr, gerade im echten Leben wird hauptsächlich im Off gestorben. 

In dieses Spannungsfeld geraten junge SchauspielerInnen in ihrer Ausbildung. In einem Alter, in dem man kaum einen Gedanken an den eigenen Tod verschwendet, wird ihnen das Sterben beigebracht. Aber ist der Tod überhaupt darstellbar? Ist Sterben lehr- und lernbar? Und wie gehen SchauspielerInnen mit dieser speziellen Anforderung um?

Eine Grundvoraussetzung für Theater überhaupt ist wahrscheinlich nicht, wie man so allgemein glaubt, die Anwesenheit des lebenden Schauspielers oder Tänzers, sondern die Präsenz des sterbenden Schauspielers oder Tänzers. Der kann ja jederzeit sterben während der Aufführung. (...) Und das ist das Wesentliche am Theater. Theater muss gefährlich sein.
Heiner Müller