Nanjing. The Future

von Gornaya | Uraufführung

Koproduktion mit dem Volkstheater
im Rahmen des Festivals Neues Wiener Volkstheater
 

Der junge Wiesner Manuel Ossenkopf
Hermann Günther Wiederschwinger
Alhvit Anja Herden
Lenni Nils Rovira-Muñoz
Res Maria Lisa Huber
Großmutter Jutta Schwarz
   
Regie Simon Dworaczek
Bühnenbild und Kostüme Dimitrij Muraschov
Musik und Sounddesign David Lipp
Dramaturgie Angela Heide
Regieassistenz/Inspizienz Mascha Mölkner
Ausstattungsassistenz Iva Ivanova


Termine
Fr 10. März 2017 | Voraufführung
anschl. Gespräch mit der Autorin und Anna Maria Krassnigg
Sa 11. März 2017 | Premiere
Di 14. | Do 16. | Sa 18. März 2017
Beginn jew. 20.00 Uhr

Aufführungsort
Volx/Margareten | 1050 Wien, Margaretenstraße 166

Karten
erhältlich im Volkstheater
 

 © Gornaya

... auf den Betrug, der sich Leben nennt.

Mit Nanjing. The Future legt die Schweizer Autorin Gornaya legt ihr erstes abendfüllendes Theaterstück vor und führt mitten hinein in den aktuellen Diskurs über die Auswirkungen der Globalisierung, vor denen auch die MitarbeiterInnen eines lokalen Traditionsunternehmens wie der Knopffirma Wiesner, darunter die kleine, traditionsbewusste Familie von Hermann und Alhvit, nicht verschont bleiben. Was einst aus Horn, Perlmutt und Steinnuss hergestellt wurde, soll nun aus Plastik und vor allem: in China produziert werden. Dafür geht der junge Firmenchef über die Leichen jener Familien, die dem Unternehmen seit Jahrzehnten die Treue gehalten hatten.

Und Leichen sind es auch, die die Geschichte des neuen Produktionsstandortes Nanjing geprägt haben. Der erbitterte Kampf zwischen Tradition und „Global Village“ kann beginnen. Mitten drin: die Kinder der entzweiten Eltern und der gewalttätigen Erzeuger zwischen unmöglicher Aufarbeitung und endgültigem Absturz.
 

Gornaya

Die künstlerische Wurzeln der Autorin liegen in Riga, aufgewachsen ist sie ist in der Nähe von Basel. Nach der Erlangung der Matura und einem Aufenthalt in Israel nahm sie in Basel das Studium der Germanistik und Geschichte auf. Mit 23 Jahren zog sie nach Düsseldorf, wo sie ihr Studium beendete und anschließend in Literaturwissenschaft promovierte.

Bereits während des Studiums und später dann ihrer freischaffenden Tätigkeit widmete sich Gornaya dem eigenen literarischen Schreiben und verschiedenen künstlerischen Projekten, wozu insbesondere szenische Lesungen gehörten. Ihr Interesse galt schon früh nicht nur der Vermittlung anderer Autoren, sondern auch spartenübergreifenden Arbeiten. Das jüngste Projekt, eine musikalisch-literarische Soirée über den Schweizer Komponisten Friedrich Theodor Fröhlich wird im März 2017 am Konzert Theater Bern uraufgeführt. Seit 2005 lebt die Autorin in Bern und wahlweise in Wien.

Zurzeit ist Gornaya als Hausautorin am Konzert Theater Bern engagiert und schreibt in dieser Funktion an einem neuen Stück, das in der Spielzeit 2017/18 zur Uraufführung kommen wird. Im gleichen Rahmen sind auch aphoristische Texte zum Thema Heimat entstanden, die in einer Jazz-Liederabendreihe inszeniert worden sind.