Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner

von Ingrid Lausund
Vor-Diplominszenierung

 

Eva Emilia Rupperti
Christine Lisa-Maria Sommerfeld
Leo Philip Leonhard Kelz
Rainer Jakob D'Aprile
Eckhard Julian Waldner
   
Regie Anna Marboe
Bühnenbild Anna Feilkas
Kostüme Pili Mtonga 
Licht Gerhard Fischer
Sounddesign Bernhard Eder
Regieassistenz Noah Perktold
Inspizienz Rachel Müller



Am Fr 29. Juni nehmen wir mit dieser Produktion am Schauspielschultreffen an der Kunst Uni Graz teil.

Zusätzlicher Vorstellungstermin!
Sa 23. Juni 2018 | 19.30 Uhr
Vorstellungsdauer: ca. 1 Stunde
(gekürzte Festival-Version)
Premiere: Di 17. April 2018 | Alte Studiobühne

Aufführungsort
Alte Studiobühne im Max Reinhardt Seminar
Penzinger Straße 9 | 1140 Wien

Karten
Bestellung per E-Mail
oder Tel: 01 - 711 55 - 2802
Eintritt: freie Spende

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Fotos: Andrea Klem

Kommen Sie, spenden Sie, wir wünschen Ihnen ein reines Gewissen und gute Unterhaltung!

Fünf handlungswillige Europäer gestalten einen Benefizabend, proben, singen, sammeln für Afrika - für die, denen es schlechter geht als uns. Und sie stolpern in dem Bemühen Gutes zu tun immer wieder heillos über die Diskrepanz zwischen Altruismus und Narzissmus, Political Correctness und Political Not Giving a Fuck.
 
Ingrid Lausund behandelt in ihrem Stück voll sprachwitziger Schlagfertigkeit kritisch und humorvoll die Ambivalenzen der Wohltätigkeit. Sie hinterfragt unseren europäischen Blick auf Afrika, ruft zum Handeln auf und beschreibt die Hilflosigkeit jener, die helfen wollen, aber nicht wissen wie. Man fühlt sich lachend ertappt und manchmal betreffend entlarvt. Letztendlich bleibt aber die Frage nach dem richtigen Handeln ob der Ungerechtigkeit in der Welt. Wie ist mit unserem Privileg umzugehen? Verpflichtet Europäer-Sein zum Handeln und Helfen, und wenn ja: wie, wo und wem?

In Vorbereitung auf ihre Inszenierung ist Anna Marboe mit einem Fotografen und einem Maler nach Tansania gereist. Sie haben dort das Bagamoyo Film Kollektiv (Ymelder Munyaga, Dominic Kimbute, Nicholous Agrey und Frank Benard) getroffen, um einen Dialog zu starten, über das Stück und die Vorstellungen und Erwartungen die man aneinander hat, als Kunstschaffende und Menschen. Einen anderen Blickwinkel zu gewinnen, und nicht immer nur über, sondern mit den Menschen zu reden. Durch die Zusammenarbeit entstand ein Kurzfilm, dessen Entstehungsprozess ebenfalls dokumentiert wurde und im Rahmen des Theaterabends gezeigt wird. Die Erlöse aus dem Theaterabend kommen dem nächsten Projekt des Bagamoyo Film Kollektiv zugute.

In Bagamoyo hat Anna Marboe auch bei der dort lebenden und arbeitenden Künstlerin Pili Mtonga die Kostüme für das Projekt schneidern lassen, die im Anschluss an die Vorstellung verkauft werden. Der Erlös kommt ebenfalls Kunstschaffenden in Tansania zugute.